Melanotan 2 10mg Melanocortine

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Nur für Forschungszwecke (RUO) · Anwendung am Menschen oder am Tier verboten.

Das Wichtigste

Melanotan 2 ist ein synthetisches Peptid, lyophilisiert geliefert, ausschließlich für die wissenschaftliche Laborforschung bestimmt. Technisches Datenblatt, Lagerung und Analysen unten.

Protokoll und Zubereitung

Rekonstitution für dieses Format (10 mg)Im Labor übliche Standardvolumina
Zugegebenes WasserKonzentrationAblesemarke
1 ml10 mg/ml10 UI = 1 mg
2 ml5 mg/ml40 UI = 2 mg

Die Wassermenge verändert das Produkt nicht, nur seine Konzentration. Das Wasser langsam an der Glaswand einlaufen lassen, dann schwenken, ohne zu schütteln.

  1. Asepsis

    Oberflächen und Stopfen desinfizieren (70% Alkohol).

  2. Lösungsmittel

    Das erforderliche Volumen bakteriostatisches Wasser aufziehen.

  3. Zugabe

    Langsam an der Wand der Durchstechflasche einfüllen (keinen direkten Strahl auf das Pulver).

  4. Auflösen

    Die Durchstechflasche sanft rollen. Nicht kräftig schütteln (Abbaurisiko).

Lagerung der Lösung Nach der Rekonstitution: 2-8°C (Kühlschrank).

Hinweis Theoretisches Werkzeug für die chemische Handhabung. Stellt keine medizinische Empfehlung dar.

Verdünnungsrechner öffnen
Was bei der Ankunft normal istBeobachtungen, die beunruhigen — und keine Mängel sind
  • Die Pulvermenge wirkt winzig. Ein Lyophilisat nimmt nur wenige Millimeter am Boden der Durchstechflasche ein, manchmal nur einen durchscheinenden Film. Das angegebene Gewicht ist vollständig enthalten.
  • Das Pulver ist kompakt und haftet an der Wand oder am Stopfen. Beim Transport verrutscht der lyophilisierte Kuchen. An der Rekonstitution ändert das nichts.
  • Die Durchstechflasche trägt kein Einzeletikett. Das ist unsere Standardverpackung, keine minderwertige Ware.
  • Nach der Rekonstitution zeigen sich Ablagerungen oder Fäden. Das kommt häufig vor, besonders bei kleinen Molekülen. Kurz stehen lassen und die Durchstechflasche zwischen den Handflächen rollen, niemals schütteln.
  • Das Paket ist neutral. Von außen weist nichts auf den Inhalt oder den Markennamen hin.

Was nicht normal ist: eine gerissene Durchstechflasche, eine nicht gebördelte Kappe oder ein beweglicher Stopfen, verflüssigtes oder verfärbtes Pulver. In genau diesen Fällen schreiben Sie uns mit einem Foto — wir nehmen die Durchstechflasche zurück.

ErhaltungsphaseIst die Zielpigmentierung erreicht, auf 1 bis 2 Gaben pro Woche à 0,5 mg reduzieren, um die Bräune zu halten. Die Plasmahalbwertszeit von 33 Stunden erlaubt dieses gestreckte Schema ohne nennenswerten Wirkverlust. Die durch MT-2 induzierte Pigmentierung klingt nach Absetzen über 1 bis 3 Monate ab, je nach individueller Erneuerungsrate der Epidermis.

UV-ExpositionEntgegen einem verbreiteten Irrtum ersetzt MT-2 weder Sonne noch UV-Sitzungen. MT-2 stimuliert die Melaninproduktion in den Melanozyten, doch Reifung und Transfer der Melanosomen zu den Keratinozyten verlangen zusätzliche UV-Stimulation. Ein typisches integriertes Protokoll umfasst während der Ladephase 3 bis 5 kurze UV-Sitzungen pro Woche (5 bis 10 Minuten in der Kabine oder moderate Sonnenexposition am Vormittag), bei durchgehend angemessenem Lichtschutz, um Sonnenbrand zu vermeiden.

Unverzichtbare VorsichtsmaßnahmenVor dem Start eines MT-2-Protokolls UNBEDINGT eine vollständige dermatologische Untersuchung durchführen lassen, mit Kartierung der Nävi und Referenzfotografien. Alle Nävi während und nach dem Protokoll überwachen und bei Veränderung von Größe, Form, Farbe oder beim Auftreten eines neuen Nävus sofort einen Dermatologen aufsuchen. Kontraindiziert bei Melanom in der Vorgeschichte, bei zahlreichen atypischen Nävi (familiäres atypisches Nävussyndrom), in Schwangerschaft und Stillzeit. Vorsicht bei Personen unter Bluthochdrucktherapie (MT-2 kann den Blutdruck vorübergehend erhöhen). Bei starken Kopfschmerzen, Brustschmerzen oder fokalen neurologischen Zeichen sofort absetzen.

Technische Daten

Rekonstitution
2 ml d'eau → 5 mg/ml. 5 UI = 0,25 mg ; 10 UI = 0,5 mg.
Peptidsequenz
Ac-Nle-cyclo[Asp-His-D-Phe-Arg-Trp-Lys]-NH2
Summenformel
C50H69N15O9
Molekulargewicht
1024.2 g/mol
CAS-Nummer
121062-08-6
Physikalische Form
Poudre lyophilisée
Empfohlene Löslichkeit
Eau bactériostatique, NaCl 0,9%
Lagerbedingungen
Au réfrigérateur (+2 à +8 °C), à l'abri de la lumière. En poudre, possible au congélateur pour une conservation longue. Une fois préparé : réfrigérateur, jamais au congélateur.
Verwendung
Forschungsreagenz, nur in vitro (RUO)

Lagerung & Handhabung

Die lyophilisierte Durchstechflasche Melanotan-2 10mg wird zwischen 2 und 8 Grad Celsius in der Originalverpackung gelagert, geschützt vor direktem Licht und jeder Feuchtigkeitsquelle. Unter diesen optimalen Bedingungen bleibt ein Lyophilisat in der Regel bis zu 24 Monate stabil. Die intramolekulare Zyklisierung zwischen den Asp- und Lys-Resten verleiht MT-2 eine strukturelle Stabilität oberhalb der meisten linearen Peptide, doch die lyophilisierte Form bleibt empfindlich gegenüber Luftfeuchtigkeit: die Flasche nach jeder Handhabung sorgfältig verschließen. Nach Rekonstitution mit 2 ml bakteriostatischem Wasser (Benzylalkohol 0,9 Prozent) hält die so erhaltene Lösung zu 5 mg/ml zwischen 2 und 8 Grad Celsius 30 bis 45 Tage mit einer Stabilität über 95 Prozent. Diese Dauer passt zum typischen Verbrauchsrhythmus aus Lade- und Erhaltungszyklen, die eine Flasche in der Regel in 20 bis 40 Tagen aufbrauchen. Die rekonstituierte Flasche niemals einfrieren: Gefrier-Tau-Zyklen können eine teilweise Aggregation der zyklischen Form auslösen und pro Zyklus 5 bis 10 Prozent der Bioaktivität kosten. Bei Erhalt die Unversehrtheit des Kühlpacks prüfen und die Flasche sofort in den Kühlschrank legen. Eine kurze Exposition bei Raumtemperatur während des Transports beeinträchtigt die Bioaktivität des lyophilisierten Produkts dank seiner inhärenten strukturellen Stabilität nicht wesentlich; eine Verlängerung über 96 aufeinanderfolgende Stunden hinaus ist jedoch nicht zu empfehlen. Sichtkontrolle vor Gebrauch: Die rekonstituierte Lösung muss vollkommen klar bleiben, farblos oder sehr leicht blassgelb. Jede Trübung, jeder Niederschlag oder jede deutliche Farbveränderung zeigt eine Degradation an und verbietet die Verwendung der Flasche. MT-2 kann nach mehreren Wochen in Lösung eine leichte bernsteingelbe Färbung entwickeln, ohne Auswirkung auf die Bioaktivität; eine ausgeprägt braune oder orange Färbung signalisiert dagegen Oxidation und muss zum Austausch führen. MT-2 niemals mit unsterilem Wasser verdünnen, ebenso wenig mit Lösungen, die zweiwertige Metallionen in hoher Konzentration enthalten (Calcium, Magnesium) und die zyklische Struktur beeinträchtigen können, oder mit stark alkalisch (über pH 9) beziehungsweise stark sauer (unter pH 3) gepufferten Lösungen. Verdünnungen in NaCl 0,9 Prozent, Wasser für Injektionszwecke und bakteriostatischem Wasser sind kompatibel und empfohlen. Das Analysezertifikat ist auf dieser Seite veröffentlicht und vor der Bestellung einsehbar.

Wirkmechanismus

Der Wirkmechanismus von Melanotan-2 verbindet vier unterschiedliche biologische Wege, die den vier aktivierten Melanocortin-Rezeptorsubtypen entsprechen — jeder in anderen Geweben lokalisiert, jeder mit spezifischen physiologischen Effekten.

Erster WegHautpigmentierung über MC1R auf den epidermalen Melanozyten. Die Aktivierung des MC1R durch MT-2 löst eine Kaskade aus Adenylatcyclase-cAMP-PKA-CREB-MITF aus, die in der transkriptionellen Stimulation des Tyrosinase-Gens gipfelt, des Schlüsselenzyms der Melanogenese. Das Ergebnis ist eine differenzielle Verschiebung zwischen Phäomelanin (rötlich-gelbes Pigment, kaum photoprotektiv) und Eumelanin (braun-schwarzes Pigment, stark photoprotektiv), mit zunehmender Dominanz des Eumelanins in den an die Keratinozyten weitergegebenen Melanosomen. Der induzierte Lichtschutz entspricht etwa einem LSF von 3 bis 5 — zu wenig, um einen klassischen Sonnenschutz zu ersetzen, aber genug, um aktinisches Erythem und UVB-induzierte DNA-Schäden zu verringern. Entscheidend: Die MC1R-Aktivierung durch MT-2 macht UV-Exposition nicht überflüssig. Die endgültige Pigmentierung entsteht aus dem Zusammenspiel von melanozytärer Stimulation durch MT-2 und UV-Stimulation, die Reifung und Transfer der Melanosomen anstößt.

Vierter WegThermoregulation, Entzündung und exokrine Funktionen über MC5R. MC5R wird auf Schweiß-, Talg- und exokrinen Drüsen sowie in mehreren Immunzellpopulationen exprimiert. Seine Aktivierung durch MT-2 moduliert die Thermoregulation und die Talgproduktion (mitunter verbunden mit vermehrter Akne) und entfaltet über die Regulation von Zytokinen eine antiinflammatorische Wirkung. Dieser Weg ist der am wenigsten charakterisierte des Melanocortin-Quartetts, trägt aber zum Gesamtwirkprofil von MT-2 bei.

Studien und Quellen

Die wissenschaftliche Literatur zu Melanotan-2 ist heterogen, in den Grundlagen aber solide. Die Pionierarbeiten der University of Arizona aus den 1980er Jahren bilden das Fundament: Dorr und Kollegen (1988) wiesen die gerichtete Synthese des zyklischen Peptids nach, Hadley und Hruby (1988, Experientia) charakterisierten die Superpotenz der Substanz gegenüber endogenem alpha-MSH (in vitro rund 1000-fach stärker), und die ersten Humanstudien zielten auf die Hautkrebsprävention.

Hadley (1996, Annals NY Acad Sci) und Luger (2002, Am J Clin Dermatol) veröffentlichten integrative Übersichtsarbeiten zum gesamten Melanocortin-Feld und positionierten MT-2 als nicht selektives pharmakologisches Referenzwerkzeug gegenüber selektiveren Analoga wie Melanotan-1 (Afamelanotide, Clinuvel), PT-141 (Bremelanotide, Palatin) und Setmelanotid (Rhythm Pharmaceuticals). Levine und Kollegen (1991, Biochemistry) charakterisierten die Zyklisierungschemie und legten die strukturellen Grundlagen der Superpotenz.

SicherheitssignaleMehrere Publikationen (Cardones 2009 Arch Dermatol, Cousen 2009 Clin Exp Dermatol, Ellis 2009 Br J Dermatol) berichteten über rasche Dunkelfärbung atypischer melanozytärer Nävi bei nicht medizinischen MT-2-Anwendern und weckten die Sorge vor einer hypothetischen Förderung bestehender, nicht diagnostizierter Melanome. Keine prospektive Studie hat einen tatsächlichen Anstieg der Melanominzidenz bestätigt, doch bei Personen mit zahlreichen oder atypischen Nävi ist Vorsicht geboten. Die britische MHRA untersagte 2008 den freien Verkauf von MT-2 unter Verweis auf genau diese Sicherheitssignale.

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Die aufgeführten Studien dienen ausschließlich der Dokumentation für Forschungszwecke. Sie stellen weder eine therapeutische Indikation noch eine Empfehlung zur Anwendung am Menschen dar. Das Produkt ist ausschließlich für den Laborgebrauch bestimmt (RUO).

Häufige Fragen

Sollte man vor der Anwendung von MT-2 einen Dermatologen aufsuchen?
Ja, zwingend. Eine vollständige dermatologische Untersuchung ist VOR jedem MT-2-Protokoll unverzichtbar: fotografische Kartierung aller Nävi (Muttermale), Dermatoskopie der atypischen Nävi und Einschätzung des persönlichen Melanomrisikos (familiäre Vorgeschichte, Hauttyp, Zahl früherer Sonnenbrände, atypisches Nävussyndrom). Publikationen (Cardones 2009 Arch Dermatol, Cousen 2009) berichteten über rasche Dunkelfärbung melanozytärer Nävi während der MT-2-Anwendung, die mitunter zuvor nicht diagnostizierte Melanome sichtbar machte. MT-2 ist bei Melanom in der Vorgeschichte, bei multiplen atypischen Nävi oder bei familiärem atypischem Nävussyndrom formal kontraindiziert. Während und nach dem Protokoll wird eine dermatologische Kontrolle im Quartalsrhythmus mit systematischem Fotovergleich empfohlen. Jede Veränderung eines Nävus (Größe, Form, Farbe, Asymmetrie) erfordert eine sofortige dermatologische Abklärung.
Darf MT-2 in Schwangerschaft oder Stillzeit angewendet werden?
Nein, formal kontraindiziert in Schwangerschaft und Stillzeit. Beim Menschen wurde keine Teratogenitätsstudie durchgeführt, und die Tierliteratur ist begrenzt. MT-2 passiert die Plazentaschranke (Peptid mit niedrigem Molekulargewicht) und kann den Fötus erreichen. Die Aktivierung fetaler Melanocortin-Rezeptoren während der Embryonalentwicklung könnte theoretisch Melanogenese, Neurogenese und die Differenzierung der hypothalamisch-hypophysären Achsen stören. In der Stillzeit ist der Übertritt von MT-2 in die Muttermilch nicht quantifiziert, angesichts der physikochemischen Eigenschaften des Peptids aber wahrscheinlich. Jede Anwendung bei einer Frau im gebärfähigen Alter muss von einer wirksamen Empfängnisverhütung während und mindestens 1 Monat nach dem Ende des Protokolls begleitet werden (entsprechend 5 Plasmahalbwertszeiten von 33 Stunden).
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Forschungsbereich

Melanocortine

Melanocortine: synthetische Peptide für die Laborforschung, per HPLC analysiert.

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